Tag der Experimente

Pünktlich zum Start des ersten Laufs in Schladming landete eine Nachricht im Postfach: Erstmals werde das Logo der neuen Skimarke „VanDeer-Red Bull Sports“ auf den Brettern von Henrik Kristoffersen nicht mehr abgeklebt. Der Ski in neuem Design sei nun auch im Handel erhältlich, damit seien alle Anforderungen erfüllt. Man wage also das Experiment, das Logo zu zeigen.

Als Kristoffersen wenige Minuten später aus dem Starthaus fuhr, waren die Ski abgeklebt. Man munkelte, dass FIS-Präsident Johan Eliasch in einem Brief durchaus strenge Konsequenzen in Aussicht gestellt habe – und man daher auf das Zeigen des Logos verzichtet habe.

Auch der Nacht-Riesentorlauf in Schladming war ein Experiment. Und bis zuletzt hoffte man, dass das Zuschauerinteresse ausreichend sei. Letztlich waren es 7500, die kamen, mehr als bei vielen anderen Rennen.

Und das Experiment, bei Nacht nicht nur Slalom zu fahren, scheint geglückt. Die Rückmeldungen der Läufer und der Zuspruch der Fans bescheinigen dem Experiment Zukunft. „Am liebsten wäre mir kommendes Jahr ein bisschen Pause nach Kitzbühel und dann am Freitag und Samstag hier die Nachtrennen“, sagte etwa Manuel Feller.

Schauen wir, ob der internationale Skiverband Lust auf so ein Experiment hat.

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