Selenskyjs Präsidial-Chef im 120.000-Euro-Porsche – Polizei geht gegen Medien vor

Politik
Selenskyjs Präsidial-Chef im 120.000-Euro-Porsche – Polizei geht gegen Medien vor!

Der nächste Fall in Kiews Korruptions-Sumpf: Kyrylo Tymoschenko (34) – ein enger Mitarbeiter und Freund von Wolodymyr Selenskyj – wurde in einem 120.000 Euro teuren Porsche fotografiert, er musste nun zurücktreten. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Aufdecker-Medien.

Richard Schmitt
25. Jänner 2023 08:58

530 PS, mehr als 250 km/h Spitze, dazu eine feine Zusatzausstattung: Der E-Porsche Taycan 4S kostet um die 120.000 Euro – und in Kiew ist dieser Wagen aktuell eher selten zu sehen. Gleich sieben Bilder von seinen Taycan-Ausflügen in der ukrainischen Hauptstadt lieferte aber Kyrylo Tymoschenko, der stellvertretende Präsidial-Chef der Regierung von Wolodymyr Selenskyj: Mehrmals knipste eine Überwachungskamera vor einem bekannten Oligarchen-Viertel außerhalb Kiews den engen Mitarbeiter und Freund des ukrainischen Präsidenten am Steuer des Porsche Taycan – trotz wiederholter russischer Luftschläge auf die Energieversorgung war offenbar genug Strom für das Aufladen der Porsche-Akkus vorhanden.

Die Fotos, die in einigen ukrainischen Medien und im Web veröffentlicht worden sind, beschleunigten die Entfernung von Kyrylo Tymoschenko (34) aus der Kiewer Präsidenten-Festung.

Von dem unvermeidbaren Rauswurf dürfte die in Kiew regierende Gruppe nicht wirklich begeistert gewesen sein: Gegen jene Journalisten, die kürzlich diese politisch brisanten Bilder gezeigt haben, ermittelt nun die Polizei. In dem Strafverfahren wird den Medienmitarbeitern vorgeworfen, sich “illegal Daten aus Überwachungskameras” besorgt zu haben.

Beweis aus der Überwachungskamera: Selenskyjs Ex-Präsidial-Chef im Porsche Taycan.
Ukrainischer Beamter lebt in 1200-Quadratmeter-Villa

Aber nicht nur die Ausfahrten mit dem schmucken Porsche, den sich Tymoschenko angeblich nur von einem bekannten Oligarchen “zu Testzwecken” geliehen hat, werden dem engen Mitarbeiter Selenskyjy vorgeworfen: So lebt der nun gegangene stellvertretende Präsidial-Chef in einer 1200-Quadratmeter-Villa in einem bekannten Oligarchen-Bezirk am Stadtrand von Kiew. Monatsmiete laut ukrainischen Medien: 5724 Euro.

Immobilien-Experten meinen, dass dieses Anwesen üblicherweise “ab 10.000 Euro” zu mieten wäre – dass dieses Luxus-Heim im Eigentum eines ukrainischen Bau-Tycoons ist, sorgte auch für unangenehme Fragen. Die Rechtfertigung von Kyrylo Tymoschenko (34): Er müsse dort wohnen, da seine Wohnung im Zentrum Kiews durch Raketenangriffe gefährdet sei.

Die Front des Anwesens, das Kyrylo Tymoschenko (34) gemietet hat. Laut Immo-Experten müsste die Monatsmiete „bei mehr als 10.000 Euro“ liegen.
Bereits einmal mit verdächtiger Auto-Nutzung aufgefallen

Und noch ein Verdachtsfall gegen den stellvertretenden Präsidial-Chef Selenskyjs machte ihn für den Präsidenten zur politischen Belastung: Schon im Frühjahr war Tymoshenko am Steuer eines Chevrolet Tahoe, einem neuen achtsitzigen SUV mit etwa 350 PS, aufgefallen. Diesen Wagen hat eine US-Firma der ukrainischen Regierung für Evakuierungs-Aktionen übergeben – also für den Transport von Zivilisten aus den umkämpften Städten. Als die Privat-Nutzung aufgedeckt worden ist, wechselte der Mitarbeiter der Selenskyj-Regierung das Auto: Laut Steuererklärung 2020 hatten er und seine Gattin noch einen BMW X5, einen Porsche Macan und einen VW-Caravelle-Transporter in ihren Garagen.

Musste jetzt aufgrund des öffentlichen Drucks seinen Job in der Präsidenten-Festung in Kiew aufgeben: Kyrylow Tymoshenkow
Immer mehr Korruptions-Fälle fliegen auf – was wird noch versteckt?

Dieser mutmaßliche Korruptions-Krimi ist nun schon der vierte Fall, der die Regierung von Wolodymyr Selenskyj massiv belastet: So hält sich der in der Ukraine wegen des Verdachts der Unterschlagung von 5,4 Millionen Euro steckbrieflich gesuchte Nationalbank-Präsident in Österreich auf (der eXXpress berichtete exklusiv). Kurz nach Auffliegen des Asyl-Gesuchs des Bankmanagers wurde ein Vize-Minister verhaftet, weil er beim Ankauf von Strom-Generatoren mitgeschnitten haben soll, und es laufen aktuell auch Ermittlungen im ukrainischen Verteidigungsministerium.

Kein Wunder also, dass auf den Social-media-Foren immer deutlicher gefordert wird, dass die EU strengstens kontrollieren sollte, wofür die Milliardenzahlungen aus Brüssel in der Ukraine verwendet werden. Außerdem sollte eine Berichtslegung über die Finanzhilfe für alle Europäer öffentlich einsehbar sein.

Der E-Porsche Taycan: Selenskyjs Präsidial-Chef fuhr ihn in Kiew angeblich „nur zu Testzwecken“.
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