Messermassaker im Zug: Syrer tötet zwei Passagiere

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Messermassaker im Zug: Syrer tötet zwei Passagiere

Dramatische Szenen spielten sich am Mittwoch in einem Zug von Kiel nach Hamburg ab: Ein Syrer soll mehrere Passagiere mit einem Messer attackiert haben. Zwei Menschen wurden dabei getötet, fünf weitere Personen verletzt. Einer der Schwerverletzten schwebt in Lebensgefahr.

Redaktion
25. Jänner 2023 17:27

Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind im Bahnhof Brokstedt zwei Menschen getötet und neuesten Berichten zufolge sieben verletzt worden, davon drei schwer, eines der Opfer schwebt in Lebensgefahr. Das sagte die Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Neun Rettungswagen, drei Notärzte und ein Rettungshubschrauber sind im Einsatz.

Polizisten nehmen Täter fest

Ein Mann sei kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt mit einem Messer auf Reisende losgegangen, so ein Sprecher der Bundespolizei. Er wurde kurz darauf festgenommen. Ersten Annahmen zufolge soll es sich dabei um einen Syrer gehandelt haben. Laut “Bild”-Informationen heißt es nun aber, dass es ein palästinensischer Flüchtling aus Gaza sein soll. Die Hintergründe seien noch unklar. Der Bahnhof wurde für die polizeilichen Maßnahmen gesperrt.

Täter soll angeblich geistig verwirrt sein

Nach der Zugattacke heißt es aus Sicherheitskreisen, dass der mutmaßliche Täter geistig verwirrt sein könnte. Nach Angaben einer Sprecherin der Polizei in Itzehoe handelt es sich um einen Mann, etwa im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Aus dem Innenministerium verlautete, er solle zwischen 25 und 40 Jahren sein. Seine Papiere sollen so Blut verschmiert sein, dass das für die Beamten aktuell nicht zu erkennen war. Der Mann, der sich bei den Angriffen selbst verletzt hat, wurde zunächst ins Krankenhaus Neumünster gebracht. Nach vorläufigen Erkenntnissen war der mutmaßliche Angreifer bisher nicht als Extremist aufgefallen. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, wobei zunächst Reisende als Zeugen befragt werden.

Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit: “Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.”

Augenzeuge: „Überall waren Blutspuren zu sehen“

Nach Angaben einiger Reisenden ist in den Abteilen Panik ausgebrochen, als Menschen wild durcheinander liefen. Gegenüber “Westküsten-News” erklärte ein Augenzeuge: „Ich saß als Fahrgast der 1. Klasse im Zug. Plötzlich rannten zwei weitere Passagiere mit großer Wucht heraus. Ich nahm meine Sachen und rannte hinterher. Ich bin dann durch den ganzen Zug gelaufen, es waren rund vier bis sechs Wagen und überall waren Blutspuren zu sehen. Ich habe insgesamt fünf Verletzte gesehen, die in Krankenwagen abtransportiert wurden.“

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