Auf zur nächtlichen Weltpremiere

Zehn Jahre ist es her, dass in Schladming ein Riesentorlauf gefahren wurde. Heute ist es wieder soweit – und das gleich mit einer Weltpremiere: Erstmals wird in dieser Disziplin ein Herren-Nachtrennen ausgetragen, in der „Prime Time“. Im Vorfeld brodelte eine Frage: Kann Marco Odermatt fünf Tage nach seiner Verletzung in Kitzbühel fahren? Beim Training auf der Reiteralm war der Dominator im großen Tross der Schweizer selbst von den ÖSV-Assen nicht zu erspähen. Gerüchten zufolge wird er es aber probieren.

Österreich schickt acht Herren auf die Jagd nach dem Premierentitel und mit Marco Schwarz war einer 2013 immerhin als Vorläufer dabei. „Das ist schon ewig her, dass ich da herunter Riesentorlauf gefahren bin“, sagt er und lacht, „das ist kein Vorteil und kein Nachteil. Ich kenne den Hang von den Slaloms und im Riesentorlauf ist er für die meisten ein Neuland.“ Nicht für Alexis Pinturault. Der Franzose wurde bei der WM 2013 Fünfter und fährt heute.

Manuel Feller hat 2023 ganze drei Tage RTL-Training in den Beinen – mehr wollte er aus Rücksicht auf seinen Rücken im „Slalom-Monat“ nicht wagen. In Adelboden hat ihn das fehlende Training nicht behindert, er wurde Vierter. Und wenn in Schladming schon Geschichte geschrieben wird, dann wäre es passend, wenn die Durststrecke für Österreichs Herren zu Ende geht: Seit 1467 Tagen wartet man auf einen Erfolg – der letzte RTL vor der WM wäre ein guter Zeitpunkt. Es ist auch die letzte Chance für alle Österreich, sich einen Platz im Team zu erfahren. Georg Michl

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