Wie das E-Auto zum Geldbringer wird

Mit 1. Jänner 2023 trat in Österreich die Novelle der Kraftstoffverordnung (KVO) in Kraft. Diese ermöglicht unter anderem Privaten, ab sofort ihre CO2-Einsparungen im Verkehr zu vermarkten. Darauf hat sich wiederum das 2022 gegründete Start-up epuls spezialisiert, das im Eigentum der steirischen Münzer Bioindustrie steht.

Wie dessen Geschäftsmodell aussieht? Unternehmen, die in Österreich fossile Kraftstoffe verkaufen, sind gesetzlich verpflichtet, diese schrittweise mit nachhaltigen Kraftstoffen zu ersetzen. Halten sie die Vorgaben nicht ein, können sie sogenannte „eQuoten“ zukaufen. Diese entstehen, wenn E-Autobesitzer ihre mehrspurigen Fahrzeuge laden. Um administrativen Aufwand gering zu halten, sollen eQuoten erst ab 100.000 kWh an elektrischem Strom vom Umweltbundesamt zertifiziert und damit handelbar gemacht werden. Genau an dieser Stelle tritt epuls als „Verbindungsstück“ zwischen quotenpflichtigen Unternehmen und E-Fahrzeugbesitzern oder Ladestellenbetreibern auf. Das Start-up bündelt Quoten und verkauft diese. Der erzielte Erlös wird abzüglich einer Provision wiederum an die Einzelnen ausgeschüttet. Heuer etwa verspricht epuls das Auszahlen einer „ePrämie“ von 388 Euro je Elektro-Auto. Markus Zottler

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