Tom Buhrow eingeschaltet – Mega-Zoff beim WDR wegen Migrationsdebatte und Sex-Witzen

So kritisieren der NRW-Vizefraktionschef Gregor Golland, seine Landtagskollegen Florian Braun und Jan Heinisch sowie die beiden ehemaligen Abgeordneten Kirstin Korte und Eva Vogt, dass der WDR etwa die antidemokratischen Hassbotschaften des Satirikers Jean-Philipp Kindler dulde und ihn weiterhin als Freien Mitarbeiter beschäftige.

Jean-Philipp Kindler: Auf Instagram erklärte Satiriker zum Feind

In der Migrations-Debatte nach den massiven Silvester-Krawallen hatte Kindler in einem Video auf seinem Instagram-Kanal die CDU zum Feind erklärt. „Ich will Radikalisierung gegen diese Scheiß-Partei. Dann endet an dieser Stelle politischer Austausch, und die Agitation hat zu beginnen – aber das ist Hetze, ja das ist Hetze. Dazu will ich aufrufen.“ Am liebsten würde Kindler sich mit einem Böller einen Mittelfinger absprengen und das Stück dem „verschissenen Konrad-Adenauer-Haus als Ausstellungsstück zur Verfügung stellen“, hieß es weiter. Am Ende betonte der 26-jährige WDR-Moderator, dass dieses Statement keine Satire sei.

In dem Schreiben an Buhrow monieren die CDU-Rundfunkräte, dass „Hetze und der Aufruf zur Radikalisierung gegen eine demokratische Partei nicht zum Auftrag des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehörten. Die Duldung solcher Tiraden schade „dem ohnehin schon in deutliche Schieflage geratenen Rufes“ des WDR weiter. Die Beschwerdeführer fordern dazu auf, den Beweis einer klaren demokratischen Haltung nebst Entschlossenheit sowie „die Handlungsfähigkeit der WDR-Spitze gegenüber derartigen Vorkommnissen und Personen“ anzutreten.

CDU-Kritiker fordern Buhrow auf, Konsequenzen gegen den Satiriker zu ziehen

In der Vergangenheit durch die „FAZ“ zu dem Vorgang befragt, hatte der WDR jegliche Verantwortung „für die privaten Äußerungen von wem auch immer“ abgelehnt. Es gelte beim Sender „verbindlich eine strikte Trennung von redaktionellen und privaten Accounts“.

Die CDU-Kritiker vertreten eine andere Auffassung. Tenor: Trotz seiner radikalen Ansichten sei Kindler mit vielfältigen Aufgaben beim Sender betraut – sei es mit „klassischen Moderatorenaufgaben“, als Gestalter von Kulturprogrammen und einem WDR-Podcast. Für die kommende Rundfunkratssitzung am 31. Januar forderten die Verfasser des Briefes eine Stellungnahme des Intendanten, welche Konsequenzen Buhrow gegen den Urheber des Videos gezogen habe.

Ferner bemängelten die Autoren die völlig missglückten Witze des Comedian Moritz Neumeier über Pädophilie und Sex mit Kleinwüchsigen. Der WDR hatte sein Programm „Lustig“ inklusive besagten üblen Pointen übertragen. Nachdem diese Entgleisungen bekannt wurden, hatte das Kölner Rundfunkhaus die Szenen aus dem Programm geschnitten. Zerknirscht hatten sich die Öffentlich-rechtlichen im Nachhinein für den Fauxpas entschuldigt, und auch Niemeier räumte Fehler ein.

Die CDU-Rundfunkräte wollen nun wissen, „welche Qualitätskriterien intern für entsprechende Formate vorgegeben sind?“. Und: „Warum diese im vorliegenden Fall nicht eingehalten wurden?“

WDR-Berichterstattung zu Hochwasser: Lützerath-Aktivisten bekamen Gummistiefel-Tipps

Schließlich lassen die konservativen Rundfunkräte kein gutes Haar an der WDR-Berichterstattung zu den Hochwasser-Fronten Mitte Juli 2021 und in der zweiten Januarwoche 2023. Gerade nach dem Versagen öffentlich-rechtlicher Sender während der Flutkatastrophe an der Ahr und in NRW mit ihren 149 Toten, so die CDU-Rundfunkräte, „scheint der WDR immer noch keine Lehren aus diesen Vorkommnissen gezogen zu haben“.

Als zwischen Rhein und Weser im Januar 2023 der Starkregen einsetzte, hätten die privaten Lokalradios laufend über die Gefahrenlage unterrichtet. Der WDR habe es einzig bei einer statischen Meldung am Vorabend der Ereignisse belassen. Während im Märkischen Kreis ganze Straßenzüge geräumt werden mussten, „während Menschen in den übrigen Landesteilen ein dringendes Informationsbedürfnis“ über die Situation vor Ort bewegt habe, sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk stumm geblieben. Über die Starkregen-Wetterlage habe der WDR nur soweit berichtet, um für die Klima-Demonstration gegen den Kohletagebau in Lützerath das Tragen von Gummistiefeln zu empfehlen.     

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