Kulturhauptstadt 2024 – Salzkammergut. Es stehen viele Projekte an. Die Traunkirchener Projekte

Momentan werden laufend neue Projekte auf der Homepage der Kulturhauptstadt vorgestellt. Aktuell bereits veröffentlichte Projekte wollen wir hier nach Gemeinden vorstellen.

Eva Schlegel – From the Past into the Future – AR Skulptur (Von der Vergangenheit in die Zukunft) 

Toplitzsee, Kaiservilla, Sudhaus, Bräuwiese

Eva Schlegel ist eine der international renommiertesten Künstlerinnen Österreichs.Im Salzkammergut werden digitale Augmented Reality (AR)-Skulpturen auf dem Mobiltelefon für die Besucher*innen sichtbar. Für die im Salzkammergut stattfindenden AR-Installationen erweiterte Schlegel ihre Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Wahrnehmung und Raumpotentialen, von Materiellem und Immateriellem, Objekt und Mensch um ein virtuelles Medium.

Mehr über das Programm

Eva Schlegel ist eine der international renommiertesten Künstlerinnen Österreichs. Die Beschäftigung mit dem Raumbegriff, mit Immaterialität und dem Verhältnis von Bild und Sprache stellen den Schwerpunkt der Arbeit der Medien- und Objektkünstlerin dar. Im Salzkammergut werden digitale Augmented Reality (AR)-Skulpturen auf dem Mobiltelefon für die Besucher*innen sichtbar. 

Für die im Salzkammergut stattfindenden AR-Installationen erweiterte Schlegel ihre Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Wahrnehmung und Raumpotentialen, von Materiellem und Immateriellem, Objekt und Mensch um ein virtuelles Medium. In ihrem Projekt geht es darum, die Orte und deren Geschichte zu reflektieren. So nimmt der Ort die Rolle eines Generators ein und der/die Besucher*in wird aktiver Bestandteil des Geschehens. In Zusammenarbeit mit 2MVD 

An 2-4 verschiedenen Orten im Salzkammergut werden mittel QR-Code die animierten Skulpturen von Eva Schlegel im Außen- und Innenraum sichtbar. 

1. Toplitzsee: Bei dieser Arbeit geht es um die vielen Geheimnisse, die der Toplitzsee mittels der Kunstwerke wieder frei gibt. Sei es der rätselhafte NS Schatz oder die fabelhafte Tierwelt. 

2. Kaiservilla: Hier braut sich was zusammen. Dunkle Wolken über der Villa gehen auf den Kaiserbrief „An meine Völker“ ein, der dort geschrieben der Beginn des 1. Weltkrieges war. 

3. Sudhaus: In diesem richten sich die Werke nach der Thematik der Ausstellung (Salz, Wasser, Holz) 

4. Bräuwiese – Traunsee

Projektverantwortlicher: Jürgen Weishäupl

Projektleitung Salzkammergut 2024: Petra Zechmeister

PLATEAU BLO. Raum am See

Uferzonen des Traunsees

2024

Forschungsstation, Sauna, Ort für Performance und Ausstellung. Ausgangspunkt für PLATEAU BLO, einem Projekt von raum&designstrategien der Kunstuniversität Linz, ist der Umgang mit den begehrten Uferzonen des Traunsees.PLATEAU BLO fügt den begehrten Grundstücken am Traunsee einen neuen, mobilen Bauplatz als Gegenstück am Wasser hinzu: Im Kulturhauptstadtjahr bewegt sich ein schwimmendes Inselgefüge aus 3-4 Plattformen über den Traunsee.

Forschungsstation, Sauna, Ort für Performance und Ausstellung

Ausgangspunkt für PLATEAU BLO, einem Projekt von raum&designstrategien der Kunstuniversität Linz, ist der Umgang mit den begehrten Uferzonen des Traunsees. Uferzonen sind Privathäusern und Hotels zugeordnet, werden von Durchgangsstraßen tangiert oder sind unzugänglich und nur vom See aus erreichbar. PLATEAU BLO fügt den begehrten Grundstücken am Traunsee einen neuen, mobilen Bauplatz als Gegenstück am Wasser hinzu: Im Kulturhauptstadtjahr bewegt sich ein schwimmendes Inselgefüge aus 3-4 Plattformen über den Traunsee. PLATEAU BLO erweitert Landschaft und Kulisse um Gedanken, Raum und Fläche. Es ist vom Ufer aus gut sichtbar und doch nicht ganz leicht zu erreichen. Ein Ort des Begehrens entsteht, der deutlich von den üblichen Tourismusattraktionen abweicht. PLATEAU BLO bringt Körper und Geist ins Wanken, erzeugt einen leichten Schwindel, regt zum Nachdenken an und bringt Themen zum Schwitzen. Anstelle starrer See-Bilder entsteht ein lebendes Bild, ein schwimmendes Tableau vivant.

Das Projekt startet 2023 an der Kunstuni Linz. Ab Jänner 2024 adaptieren Studierende und Lehrende ein leerstehendes Gebäude in Gmunden und leben und arbeiten dort für mehrere Monate. Sie bauen Plattformen und Raummodule, experimentieren mit Materialien und Konstruktionen und aktivieren zugleich einen zuvor leeren Ort. Eine offene Werkstatt für experimentelle Floßerzeugung, eine Outdoorküche, ein Camp für Gastkünstler*innen und Workshops rund um Fragen des Floßbaus und der Architektur entstehen.

Die miteinander verbundenen Plattformen werden in 20m Distanz zum Ufer verankert und liegen dort für einige Wochen, bis sie an andere Orte in Richtung Altmünster, Traunkirchen und Ebensee gezogen werden. Die Plattformen sind unterschiedlich konfiguriert und variabel bespielbar: Plattform 1 ist offen und weitgehend leer. Plattform 2 ist eine Forschungsstation für Artists in Residence. Plattform 3 dient Performances und Ausstellungen; auf Plattform 4 steht eine ganzjährig nutzbare Sauna. PLATEAU BLO ist ein Statement gegen exklusives Besitzdenken, eine dynamische Position für offenes Denken, ein fluider Ort für neue Perspektiven auf See, Landschaft und Architektur.

Künstler*innen: jurierte nationale und internationale Künstler*innen

Projektverantwortliche: Sabine Pollak, Simone Barlian (raum&designstrategien, Kunstuni Linz)

https://kunstuni-linz.at

Projektleitung Salzkammergut 2024: Eva Mair

Art & Science Salzkammergut

IAT Traunkirchen

Denk- und Experimentierlabor, das offen für den Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Forschung ist. Wissen schafft Begeisterung – Begeisterung schafft Wissen. Im Rahmen der Art & Science Sessions Salzkammergut der IAT können sich Teilnehmer*innen mit international renommierten Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft austauschen, kreative Anstöße bekommen, die Überwindung eigener Grenzen erfahren – über Disziplinen hinweg, in spielerischer Form. 

Denk- und Experimentierlabor, das offen für den Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Forschung ist.Wissen schafft Begeisterung– Begeisterung schafft Wissen.

Ein Ort – wie aus der Zeit gefallen. Ein See, ein Kloster, ein paar wenige Hotels, kaum Geschäfte, eine Galerie, Berge rundherum. Traunkirchen – inmitten der Natur, kulturgeschichtlich getragen durch sein Kloster und seine Vergangenheit als Wirtschaftsraum. Der Ort bietet die perfekte Kulisse für die Internationale Akademie Traunkirchen (IAT), die sich als Anlaufstelle und Zentrum für geistige und schöpferische Auseinandersetzungen versteht und Raum bietet zum Nachdenken, Überdenken, neu Denken.                                                                                                                                       

Die IAT als Wissens- Denk- und Kunstraum. Ziel der Internationalen Akademie Traunkirchen ist, junge Menschen – von Schüler*innen aus allen Altersklassen über Studierende bis zu Jungakademiker*innen – in ihren Begabungen zu fördern und ihre Begeisterung für Wissenschaft und Forschung zu stärken. Wesentlich ist dabei die fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und den Künsten.

Der Ursprung der Idee Grundlage des Konzeptes sind die Visionen von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716). Er war derÜberzeugung, dass Wissenschaft allen dienen soll und wollte möglichst vielen Menschen den Zugang zu Wissen ermöglichen. 1700 wurde er erster Präsident der neu ins Leben gerufenen Akademie der Wissenschaften. Parallel dazu hatte Leibniz die Idee eines umfassenden Welt-Schau-Raums, betitelt als Gedankenscherz („Drôle de pensée“). Er war überzeugt davon, dass dem Staunen und Wundern eine produktive Kraft innewohnt, und so wünscht er sich populäre Ausstellungen mit Kuriositäten, Theateraufführungen, Spielen, Kunst- und Raritätenkabinetten. Es sollen Räume für Experimente und Gespräche geschaffen werden. Hier nimmt die Universalwissenschaft, die ihm vorschwebt, eine populäre Gestalt an. Diese Vorstellung des Philosophen liegt auch den Art & Science Sessions Salzkammergut der Internationalen Akademie Traunkirchen (IAT) zugrunde. Eine Vorläuferin der Art & Science Sessions Salzkammergut ist die „Akademie der Spiele“. Eines der Ziele ist die bereichernde Begegnung von Wissenschaft und Kunst auf Augenhöhe. Im Rahmen der Art & Science Sessions Salzkammergut der IAT können sich Teilnehmer*innen mit international renommierten Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft austauschen, kreative Anstöße bekommen, die Überwindung eigener Grenzen erfahren – über Disziplinen hinweg, in spielerischer Form. 

Projektverantwortliche: Regina RadaxIsabelle Habsburg-Konrad                                  

Projektleitung Salzkammergut 2024: Christina Jaritsch

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