CO2-Reduktion: GRÜNE verlangen von Landesregierung Strategie

Eisenstadt, 24. 1. 2023

Plan bis 2030 fehlt
Das Burgenland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Dieses Ziel kann nur durch eine deutliche Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Emissionen erreicht werden. Die GRÜNEN fordern daher, eine wirksame CO2-Reduktionsstrategie als Teil eines Plans zur Erreichung der Klimaneutralität im Burgenland. „Seit 1990 verzeichnet das Burgenland eine Zunahme von 1,34 Tonnen CO2 im Verkehr – das ist der österreichweit höchste Wert. Die Landesregierung hat bislang keine Strategie, mit welchen Maßnahmen in welchem Zeitrahmen der Ausstoß von CO2 reduziert werden soll. Weder im Verkehrsbereich, noch im Gebäudesektor oder in der Landwirtschaft. Das muss sich ändern“, erklärt die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik und wird einen entsprechenden Antrag bei der Landtagssitzung einbringen.

Kernpunkte der Strategie zur CO2-Reduktion
Eine CO2-Reduktionsstrategie des Burgenlands muss konkrete Maßnahmen und zeitliche Zieldefinitionen zur Reduktion in allen Bereichen beinhalten.

·      Verkehr
·      Gebäude
·      Abfallwirtschaft
·      Industrie
·      Landwirtschaft
·      Stufenweise Umstellung auf erneuerbare Energieträger

Als CO2-Speicher ist der unversiegelte Boden dabei unverzichtbar. „Daher muss eine Strategie auch ganz klare Zielvorgaben haben, in welchem Ausmaße unser wertvoller Boden unversiegelt bleiben muss“, fordert Petrik.

Stopp Verbauung der grünen Wiese
Nachdruck verleihen die GRÜNEN dem Bodenschutz mit einem weiteren Antrag, der am Donnerstag debattiert und abgestimmt wird: den Einkaufszentren auf der grünen Wiese. „Die Novelle des Raumplanungsgesetzes übernimmt zwar viele unserer langjährigen Forderungen, es ist aber lückenhaft, weil es Neubauten am Ortsrand durch die Hintertür erlaubt. Wir fordern einen sofortigen Stopp für neue Super- und Fachmärkte sowie Einkaufszentren an den Ortsrändern, Ausbauten von bereits bestehenden Shoppingzentren dürfen nur noch in die Höhe erlaubt werden“, verlangt der GRÜNE Umweltsprecher Wolfgang Spitzmüller. Jeder weitere Bau schlage sich doppelt negativ auf die CO2-Bilanz: „Uns fehlt der Boden als CO2-Speicher während gleichzeitig der Verkehr zunimmt. So erreicht man kein einziges Klimaziel“.

PV-Pflicht auf allen neuen Gewerbebauten 
Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen zwei Anträge der GRÜNEN, die einen verpflichtenden Ausbau von PV-Anlagen vorschreiben soll. „Jedes neu errichtete gewerbliche Gebäude muss ausreichend Photovoltaik-Module am Dach haben. Wir fordern weiters, dass bis 2030 rund die Hälfte aller Großparkplätze mit einer PV-Anlage überdacht werden soll. Bei Neubauten soll es diese Pflicht bereits ab 20 Stellplätzen geben“, so Spitzmüller. 

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