Polizeiauto abgedrängt: Führerscheinabnahme

Mit besonderer Rücksichtslosigkeit verursachte die Autofahrerin nach Ansicht der Verwaltungsrichterin an einem Morgen im Dezember 2021 auf der Rheintalautobahn besonders gefährliche Verhältnisse. Demnach zwang sie mit ihrem unvermittelten Wechsel aus dem Stand auf die A 14 den Fahrer eines Autos der Autobahnpolizei zu einem Ausweichmanöver.

Bescheid bestätigt. Dafür wurde ihr der Führerschein für die Mindestdauer von sechs Monaten entzogen. Zudem hat sie sich einer Nachschulung zu unterziehen. Das Landesverwaltungsgericht bestätigte im Führerscheinverfahren den Bescheid der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. Dagegen kann noch eine außerordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof in Wien eingebracht werden. Darüber hinaus wurde über die Beschuldigte im Verwaltungsstrafverfahren rechtskräftig eine Geldstrafe wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt.

Der Vorfall ereignete sich nach den gerichtlichen Feststellungen so: Die Autofahrerin verließ mit ihrem Wagen einen Parkplatz, hielt aber aus unbekannten Gründen ihren Pkw am Beginn der Beschleunigungsspur an, über die zurück auf die Autobahn gefahren wird. Aus dem Stand fuhr sie, ohne auf den Verkehr zu achten, plötzlich nach links auf die Normalspur der Autobahn. Der Lenker eines Fahrzeugs der Autobahnpolizei wurde, um einen Zusammenstoß zu verhindern, bei Tempo 100 und regem Verkehr zu einer Vollbremsung und dem Ausweichen nach links auf die Überholspur gezwungen. Es kam zu keinem Unfall.

Die Richterin des Landesverwaltungsgerichts ging von jenem Sachverhalt aus, den ihr der aus ihrer Sicht glaubwürdige Beifahrer des Polizeiautos schilderte. Der Anwalt der Autofahrerin argumentierte, seine Mandantin habe mit ihrem Fehlverhalten für keine besonders gefährliche Situation gesorgt. Die Autobahnpolizisten gaben an, sie hätten noch gesagt, das Auto werde jetzt doch wohl nicht einfahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.