Zu Michael Ludwigs Maskenpflicht sagen 92 Prozent: Schluss damit!

Politik
Zu Michael Ludwigs Maskenpflicht sagen 92 Prozent: Schluss damit!

Touristen, die zu Weihnachten in Wien weilen, sind überrascht: Hier muss man in den Öffis nach wie vor FFP2-Masken tragen – in Europa zunehmend ein Unikum. Dazu haben 25.000 eXXpress-Leser eine klare Meinung, wie eine Umfrage zeigt.

Stefan Beig
27. Dezember 2022 18:18

Ludwig soll mit dem Masken-Karneval endlich aufhören, fordern die Leser.APA

Der eXXpress hat seine Leser befragt, 25.000 haben sich an der Umfrage beteiligt. Soll Wien weiterhin an seiner Maskenpflicht festhalten? Das war die Frage. Fast trotzig hält Österreichs Hauptstadt nämlich schon seit Monaten an dieser Corona-Maßnahme fest, von der sich alle anderen Bundesländer schon lägst verabschiedet haben. Wenn man von Null-Covid-Strategien in China absieht ist Wien auch international mit seinem Kurs weitgehend isoliert.

Die Ergebnisse der Umfrage sind eindeutig: Die Aussage “In Wien muss die Maskenpflicht in den Öffis sofort beendet werden” wird von 91,74 Prozent der Teilnehmer bejaht (Stand 27.12. um 17.30 Uhr). Nur acht Prozent sehen das anders. Von denen wollen 3,67 Prozent, dass die Maskenpflicht noch bis zum Ende des Winters bleibt, 4,59 Prozent fordern, dass sie überhaupt aufrecht erhalten bleibt. Die Zeiten, in denen wir ohne Maske in U-Bahn, Straßenbahn und Autobus unterwegs waren, wären demnach in Wien endgültig vorbei.

Michael Ludwig stößt die Wiener seit Monaten vor den Kopf

Der Wiener Kurs stieß in den vergangenen Monaten zunehmend auf Unverständnis, auch unter Virologen. Als Einzel-Maßnahme ist die Maskenpflicht nämlich sinnlos und habe “keinen Effekt”, wie Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Donau-Universität Krems erklärte. An Infektionswellen und der Belastung der Spitäler würde der Wiener Spezialweg rein gar nichts ändern. Das Maskentragen könne nur in Kombination mit anderen Vorschriften die Corona-Ausbreitung reduzieren.

Auch in der Praxis sind die Folgen von Ludwigs Maskenpflicht skurril: Wer mit dem Zug durch das Wiener Ortsgebiet fährt, muss vorübergehend die Maske aufsetzen, um sie nachher wieder abzulegen. Auf Wiener Bahnhöfen darf man sich nicht unmaskiert zeigen, es sei denn man betritt eines der dortigen Geschäfte. Das kann man nicht wirklich verstehen.

Nun hätte Michael Ludwig aber einen Aufhänger, sich von seinem radikalen Kurs zu verabschieden. Sämtliche Virologen erklären nämlich einhellig die Corona-Pandemie für beendet, darunter einige bekannte Hardliner.

Virologen sind sich einig: Pandemie vorbei

Der deutsche Top-Virologe Christian Drosten erklärte etwa: “Wir erleben in diesem Winter die erste endemische Welle mit Sars-Cov-2, nach meiner Einschätzung ist damit die Pandemie vorbei”. Im Sommer 2023 werde das Virus kaum mehr eine Chance auf breitflächige Ausbreitung habe.

Ins selbe Horn stößt Dorothee von Laer von der Innsbrucker Universität. Im Ö1-Mittagsjournal erklärt sie: “Eine Pandemie ist vorbei, wenn in der Bevölkerung eine gute Immunität aufgebaut ist.” Das habe man nun erreicht, durch eine Kombination aus Impfung und Infektion. Um die 90 Prozent der Bevölkerung hätten mittlerweile eine Immunisierung aufgebaut. Praktisch sei “überall auf der Welt eine Durchimmunisierung der Bevölkerung erreicht”

Dieser Sichtweise schließt sich auch Dr. Robert Sollak, stellvertretender Leiter der Salzburger Landessanitätsdirektion, an: “Die Immunität in der Bevölkerung sorgt dafür, dass Covid-19 schrittweise endemisch ausläuft. Corona wird somit zu einer von vielen Infektionskrankheiten, die da ist und mit der wir alle leben müssen.”

Politische Gründe hinter Maskenpflicht?

Mit Corona lässt sich das Maske-Tragen nicht mehr rechtfertigen. Die eXXpress-Leser wissen hier den Gros der Virologen hinter sich. Experten und Bürger sind sich demnach einig. Beide würden Wiens Ausstieg befürworten.

Allerdings vermuten viele Experten politische Gründe hinter dem Masken-Kurs in Wien. So herrscht etwa ein zunehmender Mangel bei Pflegern in den Spitälern. Das liegt an Versäumnissen der Gesundheitspolitik, und nicht an Corona. Es ist aber praktisch, wenn man dem Virus dafür die Schuld gibt. Darüber hinaus lenkt Corona von vielen Problemen ab. Gut möglich also, dass die Politik das Virus vermisst – die Menschen tun es ganz bestimmt nicht.

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