FPÖ – Kaniak: Warum Ausbildungskräfte und Pflegepersonal ins Ausland schicken, wenn der Bedarf im eigenen Land nicht gedeckt ist?

„Erst, wenn wir in Österreich den Ausbildungsbedarf im Pflegebereich sowie die psychologische Betreuung und Behandlung zu 100 Prozent abgedeckt haben, können wir daran denken, im Ausland zu helfen. Der Sozialminister sollte zuerst seine Hausaufgaben im eigenen Land erledigen!“, kommentiert der freiheitliche Gesundheitssprecher NAbg. Mag. Gerhard Kaniak die gestrigen Ankündigungen von Gesundheitsminister Rauch, wonach die Unterstützung der Ausbildung von Pflegekräften in Moldau sowie die psychologische Betreuung von Menschen in Krisengebieten in der Ukraine verlängert und zusätzlich ein eigenes Büro eingerichtet werden solle.

„Wieder schafft die schwarz-grüne Bundesregierung mit diesen Maßnahmen nur kontraproduktive Parallelstrukturen, da sie die bestehenden Strukturen schwächen. Denn einerseits wirbt man um Fachkräfte aus dem Ausland, vor allem im Pflegebereich, da wir nicht genügend im eigenen Land haben. Andererseits schicken wir aber unsere Ausbildungskräfte, die wir dringend selbst benötigen würden, ins Ausland. Wenn der Bedarf in der Ukraine oder in Moldau so groß ist, dann darf ich die Fachkräfte aus diesen Ländern nicht in unser Land locken, um danach zu beklagen, dass diese dann in ihren Heimatländern fehlen. Es sei denn, Sinn und Zweck dieses Vorgehens ist es, billige Arbeitskräfte im Pflegebereich zu lukrieren“, kritisierte Kaniak, der auch eine diesbezügliche parlamentarische Anfrage ankündigte, um die Kosten für das Büro, das vom Gesundheitsministerium in der Ukraine eingerichtet werden soll, erfragen zu können. „Es ist nämlich nicht zu rechtfertigen, dass das Pflegepersonal von dieser Regierung mit mickrigen Bonizahlungen abgespeist wird und wenn es um Probleme im Ausland geht, sitzt das Geld plötzlich ganz locker“, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher.

„Grundsätzlich begrüßen wir die Hilfe vor Ort. Doch derzeit bestehen in unserem eigenen Land im Bereich der Pflegeausbildung sowie der psychologischen Betreuung und Behandlung enorme budgetäre und personelle Defizite. Der eigene Bedarf kann schon lange nicht mehr gedeckt werden. Wir haben viel zu wenig Pflegepersonal und auch die psychologische Behandlungssituation ist mehr als prekär. Solange der grundsätzliche Bedarf an Pflegepersonal und die psychologische Betreuung der eigenen Bevölkerung nicht sichergestellt ist, solange ist es nicht nur unverhältnismäßig, Hilfe ins Ausland zu schicken, sondern gegenüber dem österreichischen Steuerzahler verantwortungslos“, so Kaniak abschließend.

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