Wir haben ein Problem: EU warnt vor weiterer Asyl-Invasion!

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Wir haben ein Problem: EU warnt vor weiterer Asyl-Invasion!

Krisen und die instabile Lage der Weltpolitik verschärfen die Lage dramatisch: 790.000 Asylanträge wurden heuer alleine zwischen Jänner und Oktober in der EU gestellt. Ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Und ein Ende der Asylflut ist lange nicht in Sicht.

Rene Rabeder
26. Dezember 2022 08:20

Während in Europa ein hilfloser Streit darüber tobt, wer für die Migranten-Welle verantwortlich ist, schwappt diese unaufhaltsam über Europa. Zwischen Jänner und Oktober sind heuer in der EU 790.000 Asylanträge gestellt worden. Das sei ein Anstieg von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sagte die Chefin der EU-Asylbehörde (EUAA), Nina Gregori. Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Sie geht auch von einer weiteren Zunahme von Asylbewerbern in der Europäischen Union aus. “Es ist ziemlich klar, dass die steigenden Antragszahlen in absehbarer Zeit anhalten werden”, sagte Gregori.

Die meisten kommen aus Syrien und Afghanistan – auch viele Türken machen sich auf den Weg nach Europa
Die meisten stammen aus Syrien, Afghanistan und der Türkei

nstabilität und Bedrohungen der menschlichen Sicherheit seien Merkmale der heutigen Welt. “Leider sind sie nicht vorübergehend”, so Gregori. Die geopolitischen Entwicklungen in den Jahren 2021 und 2022 hätten direkte Auswirkungen auf den Bedarf an internationalem Schutz und führten zu einer zunehmenden Vertreibung in EU-Länder. Die Zahl der Asylsuchenden sei aber trotz des Anstiegs unter den Zahlen aus den Jahren 2015 und 2016 geblieben, fügte Gregori hinzu. Nach Angaben der EU-Asylbehörde stammen die meisten Asyl-Antragsteller aus Syrien, Afghanistan und der Türkei.

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Aufnahmesystem unter erheblichen Druck

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine müssen in der EU kein langwieriges Asylverfahren durchlaufen. Sie erhalten seit kurz nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine vorübergehenden Schutz. Gregori zufolge sind dafür 4,7 Millionen Menschen registriert worden. Die Aktivierung der Richtlinie über vorübergehenden Schutz habe den Zusammenbruch der nationalen europäischen Asylsysteme verhindert, sagte Gregori. Die Millionen Registrierungen hätten die europäischen Aufnahmesysteme aber “unter erheblichen Druck” gesetzt.

Gregori forderte Fortschritte bei der geplanten EU-Asyl- und Migrationsreform. Sie begrüße eine Erklärung auf EU-Ebene, dass vor den Europawahlen 2024 strukturelle Lösungen gefunden werden sollen. “Fortschritte bei diesen Themen werden wichtig sein.”

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