Mit Ammoniak beladener Zug in Serbien entgleist

Rund 50 Menschen haben in Serbien Vergiftungserscheinungen gezeigt, nachdem ein mit Ammoniak beladener Güterzug entgleist ist. „Es gibt 51 Vergiftungsfälle“, sagte der Bürgermeister der Stadt Pirot, Vladan Vasic, gestern. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus von Nis eingeliefert worden.

Der Unfall ereignete sich in der Region Pirot im Südosten des Landes. Nach Angaben des Bürgermeisters wurde der Notstand über einige Gebiete der 60.000-Einwohner-Stadt Pirot verhängt. Der Zug war am frühen Abend entgleist, woraufhin Ammoniak entwich und in großen Mengen in die Atmosphäre aufstieg, wie das Innenministerium mitteilte. Es rief die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebietes auf, zuhause zu bleiben. Mehrere Straßen wurden gesperrt.

Nach Angaben der Eisenbahngesellschaft Srbija Kargo setzte sich der Zug aus 20 Tankwagen zusammen, in denen giftige Fracht aus dem Nachbarland Bulgarien transportiert wurde. Demnach entgleiste der Zug „außerhalb der Wohngebiete“. Sicherheitshalber sei ein vier Kilometer breiter Sperrkreis eingerichtet worden.

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