BP-Wahl: Auch »Schuhrebell« Heini Staudinger darf antreten

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Auch »Schuhrebell« Heini Staudinger darf antreten

Zu den bisherigen Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl gesellt sich nun Heinrich Staudinger dazu. Der “Waldviertler”-Schuhfabrikant ist politisch links angesiedelt und Gegner der Impfpflicht.

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Wien, 01. September 2022 | Der Wildwuchs an Bundespräsidentschaftskandidaten ist um eine Komponente reicher. Mit “Heini” Staudinger darf nun nach Alexander Van der Bellen (der genaue Stand dessen Unterstützungserklärungen steht noch aus), Walter Rosenkranz, Dominik Wlazny (alias Marco Pogo), Gerald Grosz, Tassilo Wallentin und Michael Brunner der siebte Hofburg-Bewerber um das Amt des Bundespräsidenten kämpfen. So viele Kandidaten gab es bei einer Bundespräsidentschaftswahl in Österreich noch nie.

“Schuhrebell” legte sich mit Finanzmarktaufsicht an

Denn auch der “Waldviertler”-Schuhfabrikant hat die nötigen 6.000 Unterstützungserklärungen für die Kandidatur beisammen. Staudinger gründete 1980 in der Lange Gasse in Wien-Josefstadt ein Schuhgeschäft, beteiligte sich an der Schremser Waldviertler Schuhwerkstatt und legte damit den Grundstein zum Unternehmen GEA mit mittlerweile mehr als 50 Filialen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Bekannt geworden ist er nicht nur mit Schuhen, Möbeln und Naturmatratzen, sondern auch als “Schuhrebell” durch seinen öffentlichen Konflikt mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) über sein alternatives Finanzierungsmodell – der auch den Anstoß gab für das 2015 in Kraft getretene Crowdfundinggesetz.

Kommunist und Impfpflicht-Kritiker

Der 69-Jährige will die Themen Armut und Natur in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes rücken – und als “Gewissen der Politik eine laute Stimme” sein. Staudingers Ziel ist es, in die Stichwahl zu kommen, “damit die vernachlässigten Themen öffentlich diskutiert werden”, heißt es auf seiner Website. Es müsse wieder eine “echte Demokratie” aufgebaut werden.

Laut “Tiroler Tageszeitung” bezeichnet sich Staudinger selbst gleichermaßen als “Christenmensch und Kommunist”. Der Schuhunternehmer ist Mitglied der im Jänner 2022 gestarteten Initiative “Zukunft Jetzt”, ein Zusammenschluss von Menschen – unter anderem sind auch Promis wie Nina Proll, Roland Düringer und Felix Gottwald dabei –, die sich gegen eine Impfpflicht aussprechen. Staudinger hat auch stets die vergangenen Lockdowns kritisiert und war laut eigenen Angaben selbst oft auf Corona-Demos unterwegs.

(mst/apa)

Titelbild: GEA

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