Medaillenregen setzt sich fort

Dass sich ein 200 Meter-Rennen nicht auf den ersten zwei Bahnen entscheidet, hat Felix Auböck bei der Langbahn-Europameisterschaft in Rom eindrucksvoll bewiesen. Der 25-Jährige hatte über 200 Meter Freistil nach 100 Metern mit dem Kampf um die Medaillenränge nicht unbedingt viel zu tun, ehe er den Turbo zündete und tatsächlich noch als Dritter anschlag. „Ich bin überglücklich, vor allem, dass das Glück auf meiner Seite war“, sagte der Niederösterreicher. Den viertplatzierten Italiener Marco de Dullio distanzierte Auböck mit 1:45,89 Minuten um 0,48 Sekunden. Gold ging an den Rumänen David Popovici (1:42,89) – damit hat der 17-Jährige wie bei der WM auch bei der EM sowohl über 100 als auch 200 Meter Kraul Gold geholt. Auböck hatte vor und während des Rennens versucht, „nicht über die Medaille nachzudenken, einfach nur darüber, wie ich mein bestes Rennen machen kann. Es hat funktioniert.“ Bei allen drei Wenden lag er auf dem siebenten Rang, ehe er noch auf das Stockerl kraulte. „Ich weiß: Wenn, dann muss es hinten passieren. Vorne heraus bin ich nicht der Schnellste“, sagt der Kurzbahn-Weltmeister über 400 Meter Kraul. Für ihn ist es die zweite EM-Medaille nach Silber aus dem Vorjahr. Mit Bernhard Reitshammer und Valentin Bayer schwimmen heute (18.12 Uhr) zwei weitere Österreicher um Medaillen: Sie stehen über 50 Meter Brust im Finale. „Natürlich denkt man an Medaillen“, sagt der Tiroler Reitshammer. Wie schon über 100 Meter geht es für Reitshammer über 50 Meter Kopf an Kopf mit Landsmann Bayer. „Es fühlt sich an wie bei der Staatsmeisterschaft“, sagt Bayer scherzhaft.

Im Synchronschwimmen haben die Alexandri-Schwestern für eine Erweiterung des Familien-Medaillensatzes gesorgt. Im vierten EM-Bewerb gab es zum vierten Mal Edelmetall. Anna-Maria und Eirini-Marina sicherten sich wie in der Freien Kür auch in der Technik-Kür die Silbermedaille – vor ihnen lag erneut nur das ukrainische Duett Maryna Aleksijwa/Wladyslawa Aleksijwa. „Das ist eine sehr große Motivation für die nächste Saison“, sagte Eirini-Marina. „Aber wir sind auch ein bisschen traurig, da wir dieses Duett zum letzten mal geschwommen sind.“ Für die nächste Saison und auch für Olympia 2024 in Frankreichs Hauptstadt Paris studieren die Alexandri-Schwestern ein neues Programm ein.

Heute steht Sightseeing in Rom auf dem Programm. „Da werden wir Eis, Pizza und Pasta essen“, sagten die erfolgreiche Drillinge. „Die Medaillen lassen wir dabei aber im Hotel. Dort sind sie sicher.“

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