Gefeuerte Intendantin hielt Rede in Sitzung – Was Schlesinger zu den heftigen Vorwürfen gegen sie sagt

Der RBB-Rundfunkrat verkündete heute Nachmittag, Patricia Schlesinger als Intendantin des Senders mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Wie „ t-online.de “ nun unter Berufung auf Insider-Kreise berichtet, soll sich Schlesinger vor der Bekanntgabe in der Sitzung mit dem Rundfunkrat für ihre Vergehen entschuldigt und sich in einer Rede erklärt haben.

Schlesinger wählte Audi A8 als Dienstwagen, weil er „preiswert und umweltschonend“ war

Dabei kam sie unter anderem auf den Dienstwagen-Vorwurf zu sprechen. Während ihrer Amtszeit hatte sie einen luxuriös ausgestatteten Audi A8 – inklusive Chaffeurdienstleistung und Massagesitze – besessen. Die Ex-Intendantin erklärte, mit diesem Wagen ein für den RBB „möglichst preiswertes und umweltschonendes“ Hybrid-Fahrzeug ausgewählt zu haben. Der A8 hätte die monatliche Leasing-Pauschale von 500 Euro nicht überschritten. Die günstige Leasing-Rate für das luxuriöse Gefährt hätte die Einkaufsabteilung des Senders ausgehandelt. Nachzuprüfen war das nicht.

In ihrem Luxus-Büro sollen die Möbel der Vorgängerin gestanden haben

Auch beim Ausbau der Intendanz-Etage im Hause des Rundfunks hatte Schlesinger Opulenz walten lassen – so zumindest der Vorwurf. Demnach hatten hochwertige Parkettböden und neue Möbel die Kosten in die Höhe getrieben.

Wie der RBB selbst bestätigte, hatten die Sanierungsarbeiten mehr als 650.000 Euro verschlungen. Schlesinger argumentierte vor dem Rundfunkrat, dass Sanierungsstaue bei Brandschutz und Wasserleitungssystemen die hohen Preise verursacht hätten. Zudem seien die Schadstoffwerte zu hoch gewesen.

Die Möbel hätten nicht für die hohen Sanierungskosten gesorgt: So soll Schlesinger die Ausstattung des Büros von ihrer Vorgängerin übernommen haben. Der umstrittene Massagesessel habe allen Mitarbeitern zur Verfügung gestanden und sich in einem separaten Raum befunden. Weiterhin hätte die Ex-Intendantin ihr Büro-Bad zugunsten einer größeren Teeküche verkleinern lassen, die alle Kollegen nutzen konnten.

Ex-RBB-Intendantin hält an Darstellung fest, dass Dinner in ihrer Wohnung Geschäftsessen waren

Einer der brisantesten Vorwürfe ist, dass Schlesinger private Abendessen in ihrer Wohnung als Geschäftsessen abgerechnet hat. Wie „t-online“ berichtet, habe sie in ihrer Stellungnahme nun die Dinner verteidigt. Sie habe diese als „Austauschformat“ betrachtet und sie als wichtig empfunden. Gleichzeitig räumte Schlesinger ein, „dass einige Gäste das nicht als offizielles Format wahrgenommen hätten“. Ein Abendessen zu Hause abzuhalten sei die günstigere Alternative gewesen.

„Preissteigerungen und Umplanungen“ hätten Preis-Explosion bei Digitalem Medienhaus verusracht

Günstig war der geplante Bau des Digitalen Medienhauses hingegen keineswegs. Mit 185 Millionen Euro schlug das Gebäude zu Buche, gleichzeitig machten Gerüchte um potenzielle Interessenkonflikte zwischen Schlesinger und dem Aufsichtsratvorsitzenden der Messe Berlin die Runde. Die Ex-ARD-Vorsitzende erklärte in der Runde dem Bericht zufolge, dass „Umplanungen und allgemeine Preissteigerungen“ die Ursachen für die Kostensteigerungen sei. Tatsächlich hätte man versucht, die Kosten zu drücken und Sparmöglichkeiten zu eruieren.

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